12.07.2020 10:19 0 Kommentare

Peeling - Nutzen und Unterschiede

Peeling, (aus dem englischen von ‘to peel’: schälen oder pellen) ist eine kosmetische oder dermatologische Behandlung, bei der oberflächliche Schichten der Haut flächig entfernt werden.
Scheinbar ein englisches Wort, entspricht es von der Bedeutung her im Deutschen doch eher den englischen Begriffen ‚scrubbing‘ oder ‚exfoliation‘. Im Englischen bezeichnet Peeling mit Bezug auf die Haut, eher eine verletzte Haut, z.B. eine die sich nach einem Sonnenbrand abschält.

Es gibt verschiedene Formen von Peeling.
Oberflächlich: meint die Entfernung der obersten Hornschicht.
Mitteltief: die Entfernung der gesamten Hornschicht, welche dann eine Woche zur Abheilung benötigt.
Tiefes Peeling: bis zur Kollagenschicht, in Europa nicht üblich.

In der Kosmetik wird unter Peeling die oberflächliche Entfernung der obersten Hornschicht bzw. die Entfernung von abgestorbenen Hautzellen und Schmutz verstanden.  Die Durchblutung der Haut wird gefördert und der Stoffwechsel angeregt. Ein Peeling beugt damit verstopften Poren und damit Pickeln und Mitessern vor. Die Haut wird aufnahmefähiger für Pflegeprodukte und allgemein glatter.

Welche Formen von Peeling gibt es?

Es sind grundsätzlich zwei verschiedene Formen von Peeling zu unterscheiden.

Mechanische Peelings, bei denen Hautschuppen und Schmutz durch Reibung entfernt werden und chemische Peelings. Mechanische Peelings bedienen sich Kristallen wie z.B. Zucker oder Salz, aber auch Wachskugeln oder zerstoßenen Kernen. Nicht mehr üblich sind inzwischen Kunststoffpartikel, die in der Vergangenheit auch des Öfteren genutzt wurden.

Für den Körper kann ein mechanische Peeling, basierend auf Zucker oder Salz, auch sehr einfach selber hergestellt werden. Eine Anleitung finden Sie hier.

Für die empfindlicher Gesichtshaut empfiehlt sich ein professionelles Produkt, wie z.B. das Peeling von Aesthetico oder das Micro Peeling von Klapp.

Chemische Peeling können auf Säuren (üblicherweise Salicylsäure oder Fruchtsäure, z.B. Glykolsäure) oder Enzymen basieren. Hier basiert der Peeling Effekt nicht auf dem Rubbeln. Die Säure oder Enzyme dringen oberflächlich in die Haut ein.
Chemische Peelings für den Hausgebrauch sind in abgeschwächter Form im Kosmetikinstitut bzw. Online erwerbbar. Die professionellen Formen, aufgrund der stärkeren Wirkung, nur im Kosmetikinstitut (z.B. eine Kräuterschälkur  oder Fruchtsäure Anwendungen von Aesthetico).
Generell wirken diese Peelings tiefer als mechanische Peelings. Sie können damit auch Hautprobleme, z.B. bei Pigmentflecken, Couperose, kleinen Fältchen, vergrößerten Poren oder unreiner Haut mindern.

Was ist der Unterscheid zwischen Fruchtsäure oder Enzym Peeling?

Die Fruchtsäuren Peelings dringen in die oberste Hautschicht ein und lösen abgestorbene Hautzellen. Nach ein bis zwei Tagen pellt sich die Haut. Zusätzlich wird die Zellteilung angeregt. Die Haut speichert wieder besser Feuchtigkeit und wirkt wieder praller und frischer. Nach einem Fruchtsäure Peeling sollte die direkte Sonne vermieden werden, da Haut jetzt empfindlich auf die UV Strahlung reagiert. Auf jeden Fall ist ein starker Sonnenschutz zu empfehlen.

Enzym Peeling funktioniert ähnlich wie ein Fruchtsäure Peeling (z.B. von QMS Medicosmetics). Die pflanzlichen Eiweißmoleküle (oft z.B. auf Papaya basierend) lockern die Hornschicht. Die abgestorbenen Hautzellen können sich direkt lösen und entfernt werden. Enzym Peeling sind die schonendere Variante. Erhältlich als Pulver (z.B. von Med Beauty Swiss) zum anrühren oder aber als fertige Maske (z.B. von Cosmaderm).

Wie oft sollte bzw. darf ein Peeling durchgeführt werden?

Zeitlicher Abstand bzw. Frequenz für ein Peeling, sind stark vom Typ der jeweiligen Haut abhängig. Werden Peelings zu oft durchgeführt, verkehrt sich der positive Effekt ins Negative. Die Haut wird gereizt, trocknet aus und es kann zu Rötungen kommen.
Generell können Sie sich, abhängig vom Hauttypen, an folgenden Intervallen orientieren:

  • Normale bzw. unreine Haut: ein bis zwei Mal in der Woche
  • Trockene Haut: Einmal in der Woche, am besten ein Peeling welches gleichzeitig pflegt und z.B. feuchtigkeitsspendendes Öl enthält
  • Sensible Haut: Nur milde Peelings und maximal zweimal im Monat, da die Haut schnell gereizt reagiert.
  • Bei akuter Akne bzw. entzündeter Haut sollte Peeling vorher mit einem Hautartzt abgesprochen werden.

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