16.08.2020 11:07 0 Kommentare

Couperose - Der Fluch der Kelten

Erweiterte Äderchen und Couperose

Schimmern feine, rötliche Äderchen durch die Gesichtshaut, nennt man das im Englischen ‚Curse of the celts‘, Rosacea.
Denn Menschen mit heller Haut, rotblonden Haaren, blauen Augen und Sommersprossen sind besonders oft betroffen.

Was ist Couperose?

Bei einer Couperose handelt es sich um eine genetisch bedingte Erweiterung der kleinen, oberflächlichen Blutgefäße in der Haut. Sie tritt meist ab dem 30’ten Lebensjahr auf. Zu Beginn zeigt sich nur eine vorübergehende Rötung, vor allem auf der Nase und den Wangen. Die Mehrheit der Forsche vermutet, dass es sich bei einer Couperose um Rosacea im Frühstadium handelt. Eine Couperose kann, muss aber nicht, in eine Rosacea übergehen.

Typische Merkmale von Couperose sind:

  • Spontane Hautrötungen (Flushing)
  • Sichtbare, bläuliche oder rötliche, Äderchen
  • Sich spannende, trockene Haut
  • Hautempfindlichkeit

Nicht alles ist über die Ursachen bekannt. Die Hauptursache scheint aber eine erbliche Veranlagung zu sein. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielen Bindegewebe- und Gefäßschwäche.

Mögliche Auslöser von Couperose

Das Auftreten der Couperose kann durch folgende Faktoren ausgelöst bzw. beschleunigt werden:

  • Umweltfaktoren, wie Hitze und Kälte, Wind und Sonne
  • Psychische Faktoren, wie Stress und Ärger
  • Äußere Faktoren, wie bestimmte Duftstoffe, Waschmittel, Alkohol, scharfes Essen, aber auch körperliche Anstrengung
  • Mechanische Faktoren, wie Druck und Reibung

Was tun bei Couperose?

Mit einer angepassten, antientzündlichen Ernährung können Sie vor allem einer Verschlimmerung und den spontanen Hautrötungen vorbeugen. Versuchen Sie den Zuckerkonsum soweit möglich einzuschränken und weniger tierische Produkte (Fleisch, Kuhmilch) zu sich zu nehmen. Viel Gemüse und gesunde Pflanzenöle sind, wie so oft, zu empfehlen.
Verzichten Sie auf Alkohol und heiße Getränke, wie Kaffee oder Tee. Diese begünstigen Gefäßveränderungen. Auch auf das Rauchen sollten Sie möglichst verzichten, da das Nikotin die Gefäße verengt.
Der Besuch von Sauna und Dampfbad ist bei Couperose nicht zu empfehlen. Bei höheren Temperaturen erweitern sich die Hautgefäße und die Durchblutung wird zusätzlich angeregt.

Die Infrarotstrahlung der Sonne kann gerade der Couperose Haut schaden und damit die Couperose verschlimmern. Im Sommer bzw. Winter ist es dadurch wichtig für einen ausreichenden Lichtschutz der Haut zu sorgen bzw. einen Sun Blocker zu verwenden. Bei der Wahl des Sonnenschutzes dabei darauf achten, dass dieser keine starken ätherischen Öle bzw. Duftstoffe enthält. Im besten Fall enthält das Produkt gleich kaschierende grüne oder hautfarbene Pigmente (wie z.B. der Skin Harmonizer von Aesthetico) und erspart das zusätzliche Überschminken.

Was hilft akut bei Couperose?

Bei einem akuten Schub, z.B. nach längerem Aufenthalt im Freien im Winter, nimmt die Rötung zu. Die Gesichtshaut glüht stundenlang.

In solche einem akuten Fall gilt es die Haut zu beruhigen und auf keinen Fall zusätzlich zu reizen. Zur Beruhigung können feuchte Umschläge genutzt werden, damit die Äderchen sich wieder verengen. Auch kühlende Gele mit Aloe Vera (wie z.B. das Couperose Gel von Fuhlendorf), Minze oder Kamille helfen der Haut kurzfristig.

Mittelfristig sind Kompressen mit schwarzem Tee, Kamille oder Arnika zu empfehlen, um das Bindegewebe zu kräftigen und die weitere Ausbreitung der Couperose zu bremsen.

Für die tägliche Pflege eignen sich stark beruhige Cremes und spezielle Seren für die empfindliche Haut mit einem hohen Wasseranteil. Einige Marken bieten hier spezielle Pflegelinien an, wie z.B. La mer Cosmetics mit der Med Anti Red Linie.

Kommentare

Kommentar eingeben

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Jetzt anmelden